Die Hauptstadt Brasilia
(und mehr, zum Beispiel Fische suchen)
Eines unserer Ziele im Inland war die Hauptstadt Brasilia. Diese
auf dem Reissbrett entworfene Stadt hat im Zentrum die Form eines Vogels, das
soll den Aufbruch in die Zukunft symbolisieren. Inzwischen ist sie jedoch weit
über den ursprünglich gedachten Raum hinaus gewachsen, aber im Zentrum mit den
Regierungsgebäuden kann man staunend sehen, was man mit dem Werkstoff Beton
machen kann, wenn ein genialer Architekt wie Niemeyer seine Ideen verwirkliche
kann. Da sind unsere rechteckigen, manchmal mit Glasflächen versehenen Gebäude
einfach langweilig.
Das sind einige Beispiele, die beiden "Schüsseln" und das Hochhaus sind die Gebäude wo der der Kongress und der Senat tagt, das Aussenministerium wurde in einem künstlichen See angelegt, das soll die Räume kühler machen, dazu der Überbau, damit die Sonne nicht direkt in die Büros hinein scheint. Das rechte Bild zeigt den Palast der Morgenröte, so wird der Wohnsitz des Präsidenten genannt. Wie man uns sagte, wohnt dort aber keiner auf Dauer, denn man hat beim Bau die Klimaanlage vergessen, darum wird das Gebäude zu warm.
Besonders
erwähnenswert sind die Kirchen. Eine völlig andere Bauweise, die auf uns als Betrachter einen grossen Eindruck
gemacht hat. Die Kathedrale
ist einer Dornenkrone nachgebildet, aber im Inneren, das in die Erde
hineingebaut ist, hell und freundlich und mit einer hervorragenden Akustik. Auf
einer Wand ist mit grossen Tafeln der Kreuzweg dargestellt und unter der Decke
schwebt ein antiker Engel, der aber gut in dieses moderne Gebäude hineinpasst.
Besonders hat meiner Frau und mir die Kirche "Dom Bosco" gefallen. Von Aussen sieht diese Kirche aus wie ein Betonwürfel mit langen Schlitzen, erst im Inneren mit dem mystischen blauen Licht, das durch die Verglasung erreicht wird, entsteht eine besondere Wirkung. Ein Raum wo jeder Besucher ergriffen wird durch die besondere Stimmung, die sich ergibt durch das Licht aber auch durch die besondere Akustik des Raumes
Aber auch in den Vorstädten gibt es bemerkenswerte kleine Kirchenbauten, die oft und viel besucht werden, denn viele Brasilianer haben ein en recht intensiven Glauben,
Zu dem Zeitpunkt unseres letzten Besuches, hatte der damalige
Präsident eingeführt, dass er jeden Freitag vor seinem Amtsitz die wartenden
Besucher begrüssen wollte. Also musste die Präsidentengarde in historischen
Uniformen antreten, warten bis der Präsident kam, salutieren
und konnte erst dann Feierabend machen. Der Präsident kam mit dem
Hubschrauber, landete hinter dem Gebäude, kam vorne die Treppe herunter, grüsste
alle Besucher mit einem Winken, fuhr mit dem Auto zurück zu seinem Hubschrauber
und flog zurück. Alles in allem, wir waren enttäuscht, er hatte uns nicht
erkannt und auch nicht besonders begrüsst.
Wenn man vom Osten Brasiliens nach Westen reist, gibt es grosse Unterschiede in der Landschaft. Das ist verständlich, denn man fährt von der Küste hoch auf die brasilianischen Hochebene, etwa 800 - 1000 Meter über dem Meeresspiegel. Je weiter man ins Land hineinkommt, je trockener wird das Klima, die Vegetation verändert sich. Ich möchte einige Beispiele für die Veränderung in der Vegetation zeigen und als Aquarianer habe ich auch im Inland nach Fischen gesucht und auch gefunden.
Der Flammenbaum Der Ficus(baum) Der Mangabaum Der Pfefferstrauch Strauch mit Blüten Tillandsie im Baum
Etwas ganz besonderes ist der Flammenbaum mit den wunderschönen Blüten. Wenn man den Gummibaum (den Ficus) aus unseren Wohnzimmern kennt, ist es eine Überraschung einen ausgewachsenen Baum zu sehen, diese Grösse vermutet man vorher nicht. Am Mangabaum hängen die reifen Früchte, man muss sie schälen, das Fruchtfleisch ist sehr süss und auch ein grosser Kern ist darin. Abseits von der Strasse sind noch häufig wilde Pfeffer Sträucher zu finden. Die Farbe der Frucht zeigt den Reifegrad an. Zur richtigen Jahreszeit findet man überall auch Sträucher mit grossen Blüten und in den Bäumen findet man viele blühende Tillandsien.
Wir haben in der Nähe von Brasilia ein grosses Stück Land besucht, das einem unserer Freunde gehörte. Der Weg dorthin war ein kleines Abenteuer, denn Erdstrassen waren uns zwar nicht unbekannt, aber hier waren die Wege und Brücken über die kleinen Flüsse doch etwas "einfacher" als wir vorher kennen gelernt hatten. Bei dem Besuch haben wir in der Umgebung auch an einigen Wasserläufen nach Fischen gesucht und auch welche gefunden. Es waren verschiedene Salmlerarten.
Auf der weiteren Fahrt Richtung Westen haben wir in der Stadt Mineiros bei Freunden von Freunden übernachtet. Die sind dann mit uns durch die Umgebung gefahren um uns Biotope zu zeigen wo wir Fische finden konnten. Ein schönes Erlebnis, denn unsere Gastgeber waren genau so überrascht wie wir, welche Fische gefunden wurden, denn vorher hatten sie nie daran gedacht, das sich erwachsene Leute für so kleine Fische interessieren könnten.
Das Bild von dem kleinen Frosch den wir dort gefunden und fotografiert haben, soll diese Seite abschliessen. Wir sind weiter nach Westen gefahren ins Pantanal, aber das ist eine eigene Seite.
