Der Nationalpark Chapada Diamantina

Wir sind von Salvador de Bahia aus mit Freunden ins Landesinnere gefahren zur Stadt Lencois. Diese ist dicht am Nationalpark Chapada Diamantina. Eine Strecke von etwa 400 Kilometer. Die Stadt ist der Ausgangspunkt für Fahrten und Besichtigungen in diesem Nationalpark, der eine sehr grosse Fläche hat. Was ist den das besondere an dem Nationalpark. Im Reiseführer kann man lesen: In Bahias Hinterland liegt auf der Hochebene der Nationalpark Chapada Diamantina, ein sehenswertes Juwel. Da wollten wir hin.

 

Wie  bei unseren anderen Reisen, bereits unterwegs hatten wir einige Erlebnisse. Die Landschaft veränderte sich auf der Hochebene, es gab grosse Säulenkakteen und eine völlig andere Flora. Von Zeit zu Zeit konnte man die abgerundeten Bergkuppen, die Morros, shen, welche völlig frei in der Landschaft stehen. Das man ab und zu was essen muss, ist klar und an den "Postos" gibt es immer preiswertes, gutes und reichliches Essen. Das reicht auch noch für die Geier hinter dem Haus.

An der Zufahrt zu Stadt Lencois überquerten wir den Rio Sao Jose´und kurz danach waren wir am Ziel wo wir wohnen sollten. Ein Freund in Salvador hatte das für uns vorbereitet. Ich jedoch wollte noch schnell zum Fluss und nachsehen was darin schwimmt und was fangen zum Fotografieren.

 

Es war schon später Nachmittag, bevor ich anfangen konnte die Ausbeute zu fotografieren, darum war nicht genügend Licht da für gute Bilder. Aber das wir Salmler, Garnelen und einige kleine Barsche gefangen haben, das kann man doch sehen, oder?

Wir hatten Abends noch ein Gespräch mit einer Dame die wir als Guide gebucht haben, denn man muss bei den Fahrten und Wanderungen im Nationalpark immer einen Guide mithaben, damit man sich nicht verläuft. Eine Verabredung für den anderen Morgen wurde gemacht und dann gingen wir ins Städtchen zum Abendessen

 

Am nächsten Morgen sah das Wetter nicht so besonders aus, aber es war warm. Wir haben draussen in dem Anbau gesessen und gefrühstückt. Unserer Wirtin sagte uns, das Wetter könne schnell umschlagen. Zum Frühstück gab es zusätzlich ihre selbstgemachten Marmeladen und die Kolibris im Baum, alles in allem, ein guter Tagesbeginn.

Vom 1.200m hohen Tafelberg Morro do Paí Inácio, dem Wahrzeichen der Chapada Diamantina, hat man einen phantastischen Blick auf die Berge der Umgebung, aber wir haben ihn nicht bestiegen, wir hatten andere Ziele.

 

Etwa 60 Kilometer nordwestlich der Stadt  liegt die  Gruta da Lapa Doce, eine beeindruckende Tropfsteinhöhle, das sollte unser erstes Ziel sein, Das erste Stück Strasse  was Asfalt, aber dann kam eine Erdstrasse bis zum Parkplatz. Bereits auf dem Weg vom Parkplatz zur Höhle sahen wir viele interessante Dinge, seien es Felsformationen oder  verschiedene Tiere, so haben wir hier zum ersten Male Agutis in Freiheit gesehen, die grossen Kröten der Gattung Buffo sassen mitten auf dem Weg und die flinken Echsen beobachteten uns.

Um zur Tropfsteinhöhle zu kommen mussten wir auf einem naturbelassenen Weg bergab gehen, man musste bei jedem Schritt aufpassen damit man nicht falsch auftrat. Von oben konnte man den Eingang zur Höhle sehen und nach einiger Zeit standen wir auf einem Platz vor dem Höhleneingang, eine riesige Öffnung in der Seite des Berges. Ein Hinweisschild zeigte uns, wir waren nicht die ersten Besucher. Schnell den Fotoapparat klar machen, beobachtet von einer Echse, dann ging es hinter dem Führer in die Höhle hinein.

         

              

 

Noch ein Blick zurück zum Eingang, wenn man die beiden Menschen erkennt, bekommt man einen Eindruck der Grösse der Höhle, dann hinter dem Führer mit der Gaslampe bleiben, denn das war das einzige Licht in der Höhle. Mit der Kamera und dem Blitz fast "blind" in die angenommene Richtung halten und einige Bilder von den schönen grossen und teilweise farbigen Tropfsteingebilden machen in der riesigen Höhle. So ging es etwa zwei Kilometer, bis man in der Ferne einen Lichtschimmer sah.

Als wir näher kamen, sahen wir dass die Decke der Höhle eingestürzt war, darum kam Tageslicht in die Höhle. Wir mussten nun vom Boden der Höhle über die Felsen nach oben klettern. Einen richtigen Weg gab es nicht, man konnte nur den Spuren folgen die frühere Besucher vor uns gemacht hatten. Oben angekommen, war eine Pause notwendig zur Erholung, bevor wir zum nächsten Ziel weiterfuhren.

 

Nach einer Fahrt auf einer rumpeligen Erdstrasse kamen wir zu unserem nächsten Ziel. Es war das Seengebiet Pratinha mit glasklarem Wasser und vielen Fischen. Da habe ich lange geschnorchelt und viele Unterwasseraufnahmen gemacht. Eine fantastischer See, so etwas hatte ich noch nicht gesehen

                                   Das sind einige der Unterwasserbilder und einer der gefangenen Fische im Fotoaquarium     

 

 

 

Wir machten nach dem Seebesuch eine Pause, um etwas zu trinken und zu essen, dann zum Parkplatz gehen, den Brotbaum mit seinen eigenartigen Früchten fotografieren und anschliessend weiterfahren zum letzten Ziel an diesem Tage. Beim Einsteigen bemerkten wir, ein Mitfahrer hatte die Gelegenheit genutzt und fuhr mit uns.

                                                

 

Das letzte Ziel war der Rio Mucugêzinho mit dem Wasserfall und dem Naturschwimmbecken. Auch die Wasserrutsche war natürlich. Wir hatten genug von Schwimmen, zwei von uns wollten noch zu einem anderen grossen Wasserfall, aber wie unserer Guide sagte, es sei ein beschwerlicher Weg, da haben meine Frau, die Vanda und  ich auf die Besichtigung verzichtet. Dicht am Schwimmbecken war ein besonderes Restaurant, der Besitzer hatte die Felsen genutzt und nur so viele Steine verwenden wie unbedingt notwendig, eine gut gemachte Ausführung. Mir gelangen noch einige Aufnahmen, die Echse nutzte das letzte Sonnenlicht.

                                                                  

                              Dann wurde es schnell dunkel, wir mussten zurück nach Lencois und am nächsten Tag zurück nach Salvador de Bahia

Einige wenige Bilder  von der Rückfahrt:

 

Das Pferd an der Tankstelle, es bekommt dort Wasser und der Reiter was zu essen, ein ungewöhnlicher Anblick.

 

 

Der Lastwagen hat auf dem Schmutzfänger die Aufschrift "Jesus liebt euch alle". Dafür war die Ladung nicht gesichert.

 

 

Das letzte Stück der Strasse zum Flughafen ist eine Bambusallee, man fährt wirklich durch einen grünen Bambuswald,