Das Pantanal, der Süden

ist das grösste Sumpfgebiet der Erde
mit einer grossen Tier - und Pflanzenvielfalt. Es liegt in den Bundesstaaten
Mato Grosso do Sul und Mato Grosso. Wir waren bisher dreimal dort zu
Besuch. Zweimal sind wir im Süden des Gebietes gewesen, einmal
im Norden. Wir sind von Rio Grande de Sul
losgefahren, das ist eine Strecke von etwa 2000 km, bis man im Norden des Pantanal
angekommen ist.
Dabei werden grosse Flüsse überquert, die lange Reise ist auch ein
Erlebnis für sich, denn es waren bei der Reise in den Norden vier Tagesreisen
bis zum Hotel im Pantanal.
Auch wenn man schon mehrfach dort war, die ersten Blicke auf die unterschiedlichen Uferlandschaften der Flüsse, die Tiere und die Pflanzen sind für Naturliebhaber ein Höhepunkt, dafür hat sich die Reise gelohnt.
Die Reisen in den Süden des Pantanal.
Eines vorweg, damals habe ich mehr Super 8 Filme gemacht und weniger fotografiert, darum sind nicht so viele Bilder vorhanden.
Wir sind von Campo Grande in Richtung der Stadt Corumba gefahren. Unterwegs haben wir an den Restgewässern in der Trockenzeit sehr viele Störche und Reiher gesehen, was bedeutet, es müssen eine Menge Fische als Futter vorhanden sein. Etwa 60 Kilometer vor Corumba haben wir auf der Holzbrücke den Rio Miranda überquert und unmittelbar dahinter war unser Ziel, eine Pousada am Passo do Lontra.
Das war kein richtiges Hotel. sondern eine Unterkunft für Angler und naturliebende Menschen, es war etwas spartanisch, aber dafür waren bei Tag und Nacht viele verschiedene Tiere in der unmittelbaren Umgebung des Anwesens. Die ganze Anlage ist aus Holz gefertigt und auf etwa fünf Meter hohe Pfähle gebaut, damit sie auch bei Hochwasser genutzt werden kann, das eintritt, wenn im Amazonasbereich die Regenzeit beginnt und die Flüsse alles überschwemmen. Das wichtigste für uns war, Boote und Führer für Fahrten auf dem Fluss und den Nebengewässern waren vorhanden...
...denn die beste Möglichkeit, vieles zu sehen, sind Fahrten mit einem Boot, aber das kann man nur mit einem ortskundigen Führer machen. Wenn man dem beigebracht hat, das er nicht möglichst schnell zu einem Flussbereich fahren soll wo man viele Fische angeln kann, sondern er möge ruhig und langsam fahren, ist es eine Freude auf dem Wasser zu sein. Die Gewässer haben kaum Gefälle, darum mäandern die Flüsse sehr und es gibt viele kleine Kanäle, alleine würde man dort nicht wieder herausfinden.
Wenn
man mit dem Boot unterwegs ist, geht man auch an Land, sei es um die
Pflanzen näher zu beobachten. sei es um einige Fische zu fangen oder
auch nur um Blüten der Wasserhyazinthe zu fotografieren. So geht der Tag
schnell vor bei und man muss zurück zur Unterkunft, bevor die Sonne ganz
untergeht.
Auf dem Weg zurück überraschten wir eine Gruppe Capivaras,
die im Fluss schwammen. Unser Führer sprang in den Fluss und fing ein Jungtier,
das wir mitnahmen. Es sollte neben dem Reiher, dem Ara ,dem Wildschwein und
anderen Tieren bei der Pousada leben



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Damit
war aber der Tag noch nicht zu Ende, den die gefangenen Fische sollten noch
fotografiert werden. Das wir sie anschliessend wieder in den Fluss zurück
gebracht haben, darüber haben sich die Einheimischen belustigt. Sie hätten die
Fische einfach auf die Erde geworfen als Futter für Vögel und andere Tiere. Das
Foto an der linken Seite habe ich später im Aquarium gemacht, es zeigt ein
Apistogramma borelli, den wir aus dem Pantanal mitgebracht haben

Vor dem Abendesse noch ein kurzer Rundgang. Die Laubfrösche und Kröten kommen
aus ihren Verstecken und fangen Insekten. Wir hatten
das Vergnügen, das die Besitzer einen zahmen Hyazinthara hatten. Der kletterte
beim Abendessen immer am Tischbein hoch, um nachzusehen ob auf dem Tisch was
war, das er gerne mochte.
Nach dem Essen haben wir auf der Veranda gesessen und den Sonnenuntergang angesehen, ein schöner Abschluss eines schönen Tages.
