Der Norden.

Wir waren bisher zwei Mal in den Norden Brasiliens am Amazonas, aber das liegt schon einige Jahre zurück. Damals habe ich nicht fotografiert, sondern Super 8 Filme gedreht. Zum Glück gibt es noch einige Fotos und Dias von damals, allerdings hat die entweder meine Frau oder einer unserer Freunde gemacht.

Bei der ersten Brasilienreise haben wir die Stadt Manaus besucht, wo wir selbstverständlich auch das Opernhaus und die Stadt besichtigt haben. Leider gibt es davon keine Fotos, aber wir hatten   einige schöne Erlebnisse. So habe wir uns ein Boot gemietet und sind unter anderem zu  dem Zusammenfluss von Rio Solimos und Rio Negro gefahren, den für die Brasilianer bekommt  erst nach der  Zusammenfluss der beiden Flüsse der Fluss den Namen Amazonas

 

        Es ist schon etwas besonders wenn man an diese Stelle kommt, kilometerweit fliesst gelbes und braunes Wasser nebeneinander, ohne sich zu vermischen. Aus weiterer Entfernung sieht man, das der Wasserstand im Rio Solimos höher ist als der des Rio Negro, außerdem haben die beiden Flüsse unterschiedliche Wassertemperaturen, nicht viel, aber wenn man dort ins Wasser geht, spürt man es. Das sind die Gründe für dieses Phänomen. Ich habe den Temperaturunterschied gemessen, etwa 1,5 ° Celsius sind es. 

                                               

Wir haben auch geangelt, der Wels sollte unser Mittagessen werden, aber als unser Führer sagte, bei dem Fisch kann man nur die Filets essen, das  konnte ich als Aquarianer nicht vertreten, außerdem hat er laut geknurrt, als er das hörte. Also ist er  nach dem Fotografieren wieder zurück gekommen in den Fluss und wir haben uns von Früchten ernährt.  

 

Bei einer späteren Reise haben wir die Stadt Belem an der  Südseite des Amazonasdeltas besucht. Das besondere ist der Hafen, von dort fahren die die kleinen und grossen Schiffe den Amazonas hinauf. Es ist wie an einem Busbahnhof, auf schwarzen Tafeln sind mit Kreide die Ziele der Schiffe geschrieben. In Hafennähe ist auch ein sehr bekannter Markt "Ver-o-peso", aber da es dort nicht ungefährlich ist ohne Begleitung mit der Kamera zu hantieren, haben wir auf Fotos verzichtet. 

Sehenswert ist der "Parque Emilio Goeldi". Dort sind neben vielen Pflanzen aus dem Amazonasbereich auch ein kleiner Zoo und eine Sammlung von Indianerkunst und Gegenständen. Uns hat auch der Teich mit den Victoria regia gut gefallen, leider war keine der Blüten offen, wir konnte die Pflanze nur an den Blättern erkennen, aber es schwammen eine Menge an kleinen Fischen darin, leider hatte ich kein Netz mit.

                    

Mit einem Stadtplan sind wir vom Hotel zum Hafen gegangen und  waren auf einmal in der Bordellstrasse. Da meine Frau hübsch ist, waren die Damen an den Hauseingängen nicht begeistert über unseren Besuch. Zum Glück haben wir beide nicht viel verstanden vom dem was sie uns gesagt haben. Später haben wir auch die Kathedrale besucht, aber wie oft in Brasilien, die hätte auch in Portugal stehen können,

 

Wir haben von Belem aus eine Rundfahrt mit dem Boot gemacht zu den Inseln im Flussdelta. Es war schon recht spannend zu sehen, wie dort Boote die Funktion von Autos übernehmen. Und was für Boote! Ich bin nicht besonders ängstlich, aber in vielen davon wäre ich nicht eingestiegen. Es war auch interessant zu sehen wie die Häuser gebaut sind, so bekommt man eine Vorstellung davon, wie groß die Schwankungen des Wasserstandes im Laufe eines Jahres sind. Die Menschen dort leben überwiegend vom Fischfang und dem Verkauf von verschiedenen Früchten, die sie auf kleineren Flächen anbauen.