Mein Hobby Aquaristik
Fast alle Fotos auf dieser Seite sind von mir gemacht worden, allerdings über einen langen Zeitraum, darum schwimmen immer nur einige der gezeigten Fischarten in meinen Aquarien, denn wenn ich von Zeit zu Zeit einen neue Art halten möchte, dann muss eine vorhanden Art weichen
Ich
habe vor über 45 Jahren wie viele andere Aquarianer mit dem sogenannten
"Gesellschaftsaquarium"
angefangen,
davon gibt es
noch
einige wenige Bilder. Wie man sieht, waren viele
verschiedene Fischarten darin. Die Glasscheibe an der Rückseite (und der Boden)
waren aus Drahtglas, weil das in der Firma zur Verfügung stand und den Rahmen
aus Winkelstahl habe ich ebenfalls in der Firma gemacht und angestrichen.
Beleuchtet wurde das Aquarium mit Glühbirnen und der mit Luft betriebene
Filter war ein kleiner Kasten an der Seite des Aquariums mit Steigrohr und
Überlauf.
Mein erstes größeres Aquarium, etwa Anfang der 60er
Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Maße waren 100 cm x 50 cm x 50 cm. Das
war damals eines der größten Aquarien in meinem Aquarienverein. Die Filterung war mit einem kleinen Vollglasbehälter als Außenfilter an der Rückseite und
beleuchtet wurde es mit zwei Leuchtstoffröhren mit der alten deutschen Länge von
einem Meter. Kohlensäuredüngung, kräftige Strömung, Bodenheizung und anderes
Zubehör
waren zu der Zeit noch unbekannt bei vielen Aquarianern.



1970 sind wir umgezogen in eine Wohnung und dort habe ich 1975 mein Paludarium
gebaut. Leider gibt es aus Bauphasen Zeit nur einige wenige Schwarz - Weiß
Fotos, weil ich zu dieser Zeit alles wichtige mit Super 8 Film gemacht habe. Ich
war damals sehr stolz auf meine Filteranlage mit den zwei Aluminiumtöpfen mit je
10 Liter Inhalt und Füllung mit Watte und Basaltsplit. Das war ein sehr neues
System für die damalige Zeit. Inzwischen gibt es verschiedene Firmen welche
Topffilter mit eingebauten Kreiselpumpen herstellen, aber damals musste man so
was selber bauen. Rechts ist dann zu sehen was aus der Bauerei geworden ist,
denn das Paludarium stand bis Frühjahr 2008 in unserem Wohnzimmer und darum musste
es immer gut aussehen und zwar aussen und innen. Es wird für die Ausstellung aus
Anlass des 60jährigen Bestehens des Vereins wieder aufgebaut im Vereinsraum der
g.a..t.w.
Ab Mitte der 70er Jahre fuhren wir (Vater, Mutter und drei Kinder) regelmäßig in Urlaub zur Insel Pag in der Kvarner Bucht. Für mich als Aquarianer gab es dort vieles neues zu sehen, die kleinen hübschen Fische in Ufernähe, die Niederen Tiere wie Aktinien und Röhrenwürmer und vieles anderes. Das ganze steigerte sich nach einigen Jahren zu einem etwa 200 Liter fassendem Aquarium auf unserem Balkon. Im Winter konnte man die Scheiben abdecken mit 40 mm dicken Styroporplatten und ein Heizstab sorgte für eine Mindesttemperatur von etwa 14 ° Celsius. Dort habe ich zuerst überwiegend Fische und später überwiegend Niedere Tiere gehalten. Das ganze hat über einen Zeitraum von mehr als zwölf Jahre auf dem Balkon gestanden.
1980 besuchten wir zum ersten Male Freunde in Brasilien und einige Jahre später wieder. Das ich dort in verschiedenen Gewässern nach Fische gesucht habe, versteht sich von selbst, oder? Jedenfalls war es damals kein Problem, einige Fische mit nach Hause zu nehmen. Darum änderte sich mein Fischbestand erheblich, besonders in meinem Paludarium, jetzt waren verschiedene kleine und mittelgroße Cichliden darin. Vermehrt habe ich damals auch schon meine Fische, besonders die Zwergcichliden, aber die habe ich meistens in eigene kleinere Aquarien gehalten
Bei den meisten Cichlidenarten ist es nicht möglich, gleichzeitig einen schönen Pflanzenwuchs im Aquarium zu haben, das lernte ich dann auch. Nach einigen Jahren verschwanden die Cichliden und ich kam zurück zu einer Fischfamilie, von der ich schon früher verschiedene Arten gehalten hatte.
Jetzt sind seit vielen Jahren die Regenbogenfische meine besonderen Lieblinge. Leider kennen die meisten Aquarianer von dieser Fischfamilie nur drei besonders bekannten Arten:
M. boesemani G. incisus M. lacustris
Es gibt aber noch viele weitere schöne Arten, einige davon, die ich selbst gehalten habe, möchte ich mit Fotos vorstellen, wobei ich die kleinen bis mittelgroßen Arten bevorzuge, erstens gefallen sie mir besser, zweitens benötigen sie nicht so große Aquarien und wenn man wie ich in der zehnten Etage wohnt, spielt das eine Rolle, weil dann die so genannte "Kellerraquaristik" nicht so beliebt ist. Ich bevorzuge es, die Aquarien in der Nähe zu haben.
Das sind der einige Arten von der Insel Neu Guinea die etwa zehn bis zwölf Zentimeter groß werden, davon gibt es noch viele weitere.
M. arfakensis M. parva M.splendida M. herbertaxelrodi M. affinis M. irianjaya C. bleheri
Aber auch einige Beispiele für Arten von dieser Insel möchte ich zeigen
die grösser ( bis 15 cm) werden. aber auch kleiner bleiben (um 6 cm).
G. multisquamatus G.wanamensis M parkinsoni M. sexlineata M. praecox
In der Gattung der Pseudomugilen, den Blauaugen, gibt es auch Arten, die nur auf dieser Insel vorkommen, zum Beispiel:
P. furcatus P.conniae P. reticulatus P.novoguinea
In Australien gibt es auch viele Arten von Regenbogenfischen und Blauaugen, davon möchte ich eine Auswahl zeigen. Einige der Biotope wo die einzelnen Arten vorkommen, sind auf meinen Seiten über Australien. Beginnen wir wieder mit den mittelgroßen Arten:
M. exquisita M.nigrans M. gracilis M. pygmea M. maccullochi M. eachamensis
Von Melanotaenia exquisita, M. maccullochi und M. nigrans gibt es verschiedene Standortvariationen, die sich meistens in den Farben unterscheiden. M. eachamensis ist im Ursprungsbiotop ausgestorben, weil im Lake Eacham von Anglern andere Fischarten eingesetztbwurden, welche die Regenbogenfische gefressen haben.
Einige Blauaugenarten, die überwiegend in Australien vorkommen, sind:
P.cyanodorsalis P. gertrudae P. gertrudae P. tenellus P. signifer
"Giddy River" " Ross River"

Zu einer australischen Blauaugenart habe ich eine besondere Beziehung, das ist
P. mellis. Soweit mir bekannt ist, war ich der erste, dem es gelungen
ist, diese Art in Europa zu vermehren. Ich habe durch die Mithilfe anderer Aquarianer
einige Fische aus Australien bekommen und habe bei der IRG -
Hauptversammlung 1995 die ersten Jungfische angeboten. Inzwischen
ist diese Art auch von anderen vermehrt worden, so das man sagen kann, innerhalb
der IRG gibt es einen gesicherten Bestand. Die Art hat nur
ein kleines Verbreitungsgebiet im Osten Australiens und ist durch Baumassnahmen
gefährdet.
Es gibt in Australien noch einige andere Gattungen von Fischen die den Regenbogenfischen nahe stehen, in der allerdings nur eine oder nur wenige Arten eingeordnet sind, zum Beispiel die Gattung Craterocephalus
C.stramineus C. stercusmuscarum
Die erste Art kommt nur in einigen Flüssen im Northern Territory vor und hat einige Ansprüche bei dert Haltung im Aquarium, wogegen die zweite Art besonders im Nordosten Australiens weit verbreitet ist.
Eine weitere Gattung mit nur einer Art ist Rhadinocentrus
ornatus.
Sie kommt in einen größeren Bereich entlang der Ostküste
Australiens
vor, dazu auf einigen vorgelagerten Inseln. Das spannende ist, fast
in jedem Wasserlauf hat die Art eine andere Farbe, wobei die Farbtöne blau und
rot dominierend sind. Besonders schön sind die Glanzschuppen im vorderen Teil
des Rückens und an den Flanken. An den einzelnen Fundorten haben die
Fische unterschiedliche Farben, wobei Blaue- bzw. Rote Farbtöne überwiegen
Das seltenste Blauauge dieses Kontinents möchte ich auch zeigen. Das ist
Scaturiginichthys vermeilipinnis, das rotflossige Blauauge
Diese etwa drei cm große Art kommt nur vor in einigen artesischen Quellteichen im Inneren Australiens. Die gesamte Population wird auf etwa 5000 - 7000 Stück geschätzt. Ich hatte bei einer Australienreise die Möglichkeit diesen Fundort zu besuchen, das ist nicht ganz einfach, weil er auf privatem Grund und Boden liegt, aber wenn man rechtzeitig vorher höflich anfragt, bekommt man die Erlaubnis.
Das ist ein ganz besonderer Biotop. Kein Fluss, kein Bach, kein Teich, sondern eher eine überschwemmte Wiese mit einem schlammigen Boden und einer Wassertiefe von etwa zehn Zentimetern. Die Wassertemperatur war erstaunlich kühl mit etwa 26 °C, aber der pH Wert war 9,0 und der Leitwert 800 µS/cm. Die Lufttemperatur war etwa 34 °C (im Schatten, aber da war keiner), ja, wir haben richtig geschwitzt. Wenn man nach dem Ende einer solchen Exkursion ein Glas kaltes Wasser trinkt, dann schmeckt das wie der beste Wein. Ich habe Mitte der 90er Jahre mal einige Fische dieser Art bei mir gehalten und auch Jungfische aufgezogen. Leider wusste zu diesem Zeitpunkt keiner, auch nicht unsere australischen Freunde, das bei dieser Art nur die jungen Fische laichen und auch die legen nur wenige Eier. Also habe ich die Jungfische abgegeben, keine Jungen mehr bekommen und auch bei den anderen war der Zuchtstamm zu klein. Nach wenigen Jahren hatte keiner mehr diese Art. Inzwischen ist der Biotop streng geschützt, es ist nicht gestattet dort Tiere zu fangen.
In
diesem Biotop gibt es auch eine Grundelart die nur dort vorkommt,
Clamydogobius squamigenus. Und damit sind wir bei der letzten Gruppe von Fischen die ich
zeigen möchte. Es sind die Grundeln, auch davon gibt es viele Arten in
verschiedenen Familien und Gattungen. Ich zeige nur ein kleine Auswahl,
allerdings habe ich diese Arten schon alle gepflegt.
Chlamydogobius eremius Tateurndina occelicauda Hypseleotris compressa
Die gezeigten Grundeln sind aus verschiedenen Familien und Gattungen, aber alle drei sind für mich sehr schöne Fische und bei zweien davon kann man auch Jungfische aufziehen. Das man sie gemeinsam mit den Regenbogenfischen halten kann, möchte ich nur am Rande erwähnen.
Zum Abschluss noch einige Worte zu sogenannten "alten"
Arten, sie werden nicht so oft gepflegt weil sie schon sehr lange in der
Aquaristik
bekannt sind. Und schon sind wir bei einem Problem, das viele "alte" Aquarianer
auch kennen. Die "neuen" Arten werden gesucht, es wird auch viel Geld dafür
bezahlt und nach einiger Zeit sind Arten die vorher häufig zu finden waren, sind
nicht mehr vorhanden. Aber, wie immer, auf einmal sind sie wieder gefragt und
dann ist es gut das Regenbogenfische ein hohes Alter erreichen können. Es gibt
Arten die bis zehn Jahre alt werden und dann immer
noch vermehrt werden können. Darum habe ich eine Beziehung zu meinen Fischen,
auch wenn sie alt und krumm werden (wie ich) sie dürfen in meinen Aquarien
schwimmen bis an ihr Lebensende.