Ein Besuch des Nationalparks  Iguassu und der Umgebung

 

Gemeinsam mit unserer Tochter und brasilianischen Freunden hatten meine Frau und ich  2002 nochmals die Gelegenheit zu einem Besuch der Wasserfälle von Iguassu. Am Anfang war das Wetter gut, ich konnte fotografieren, so kann ich nun einige Bilder von diesem Naturwunder zeigen.

 

Am ersten Tag haben wir die argentinische Seite besucht. Vom Eingang bis zu den einzelnen Fällen ist es recht weit, darum gibt es eine kleine Bahn, mit der man zu den einzelnen Punkten fahren kann. Ebenso gibt es eine große Tafel mit einer Übersicht der einzelnen Punkte. Das hilft bei der Orientierung.

 

 

 

Von einem Haltepunkt der Bahn ging es zu Fuß weiter zu den ersten Fällen, bereits auf dem Weg dorthin überquerten wir auf Brücken einige der kleineren Zuflüsse und sahen  verschiedene Tiere die hier im Park leben. Zum Beispiel Schildkröten und verschiedene Echsenarten. Viele der Echsen begrüßten uns mit einem Kopfnicken, nur beim Fotografieren hielten sie sich in einem entsprechenden Abstand.

 

Bereits auf dem Wege zu den Fällen,  wurde die Aussicht immer schöner, wobei es für mich schwierig wurde den gesamten Eindruck zu verarbeiten, denn die vielen Bäume bewachsen mit Bromelien, Tillandsien, Orchideen und anderen tropischen Pflanzen waren natürlich auch von großem Interesse.

 

 

 

 Je näher wir zu den Fällen kamen, je mehr waren wir überwältigt von der Schönheit der Natur. Ein großes Erlebnis für uns. Ich denke die Fotos sprechen für sich, dazu braucht es keinen besonderen Kommentar.

   

 

Als wir vor den ersten Fällen ankamen, waren wir sprachlos, gut so, denn das Wasser  machte ein so starkes Geräusch, das wir uns gegenseitig hätten anschreien müssen.

                                                                                 Ein Blick hinunter an den Fuß dieser Fälle und ein Teil des Rio Iguassu unterhalb der Fälle.

 

 

                                                                                             

Ein letzter Blick zurück auf die Fälle und den Fluss, es gab noch mehr zu sehen, wir wollten (mussten) weiter, wie immer wenn es besonders schön ist, die Zeit war zu kurz, aber immerhin, ich hatte Zeit auch einige der kleinen Dinge am Rande des Weges zu fotografieren. Die Schmetterlinge und für mich besonders von Interesse, einen Tukan. Er ist eine Vogelart die ich besonders mag. Grossen Schnabel, aber harmlos,  ähnlich wie ich :-)). Nachdem wir alleine waren, keine anderen Besucher in der Nähe, kam er auf meine Bitte sogar sehr nahe heran, so konnte ich mein bisher bestes Foto von einem wildlebenden Tukan.

 

Nun wurde es langsam Zeit für das Mittagessen, auf dem Weg zum Restaurant wurden wir mehrfach von den dort lebenden Nasenbären begleitet, aber erstens hatten wir keine Leckereien in unseren Taschen, zweitens ist das Füttern streng verboten. 

 

               Unser Guide sagte uns während der Mittagspause, das wir am Nachmittag noch den größten und spektakulärsten Wasserfall besuchen würden. Er hätte den Namen "Der Höllenschlund" dazu mussten wir mit der bereits genannten Bahn fahren und anschließend auf Brücken den Rio Iguassu überqueren um dorthin zu kommen. Erst bei der Überquerung haben wir festgestellt wie breit dieser Fluss ist, denn es waren fast 1,5 km bis zum Höllenschlund, wobei einige kleinere Inseln im Fluss mit eingebunden waren in dem Weg.

                                                   

Dieser Teil der Wasserfälle war der Höhepunkt des Tages. Bereits weit vorher hörte man das Geräusch des fallenden Wassers, die Brücke bebte leicht und man sah  Wassernebel aufsteigen. Dann kamen wir zu dem Loch in dem das Wasser hinabstürzt, ein Tosen und Brausen in der Luft, verbunden mit Wassernebel.  Ein unvergessliches Erlebnis. So nebenbei, ich musste nach jedem Foto die Wassertropfen vom Kameraobjektiv entfernen. Zum Glück hatte meine Frau zusätzliche Taschentücher dabei.

Auf dem Rückweg zum Zug mit dem wir zum Parkeingang zurückfahren wollten, gab es noch weitere Gelegenheiten für schöne Tierfotos. Einige Beispiele sind hier zu sehen. Eine Ameive, das ist die grösste Eidechsenart in Brasilien und verschiedene Schmetterlinge in Ruhe und beim Flug  

 

Damit war aber der Tag noch nicht zu Ende, ein weiteres Ziel waren die "Tres fronteiras" das Dreiländereck, wo die Flüsse Rio Iguassu und Rio Parana die Grenze zwischen Argentinien, Paraguay und  BNrasilien bilden. Jedes Land hat dort eine Grenzmarkierung in den Landesfarben erstellt und man kann sehen, wie der Rio Iguassu in den Rio Parana mündet.

Das letzte Ziel an diesem Tag war ein Vogelpark, wo man viele verschiedene Vögel in naturnaher Umgebung in großen Flugkäfigen beobachten konnte. Einige davon waren "handzahm" und mit denen durfte man sich fotografieren lassen. Eine Gelegenheit die meine Frau genutzt hat.

                                                          

 

Am nächsten Tag haben wir die brasilianische Seite der Wasserfälle besucht, aber das Wetter hatte sich geändert. Es regnete, wer schon mal in tropischen Gebieten war, der weiß was das bedeutet. Aber unter dem Gesichtspunkt:" Es gibt kein schlechtes Wetter, nur Leute die falsch angezogen sind" fuhren wir zum Parkeingang und mit dem Bus weiter. Für eine Panoramasicht auf die Fälle ist die brasilianischen Seite die Beste, aber wenn es regnet, "sind alle Katzen grau". Darum nur einige Bilder zur Demonstration der der Aussicht von der brasilianische Seite.

                                                   

 

Wir dachten, es regnete stark genug, aber wir wurden eines besseren belehrt. Als wir am Ende des Canyons vor dem Hauptfall standen, von dem eine Menge Wassernebel aufstieg, kam eine Wasserwand auf uns zu. Ich hatte eine angeblich wasserdichte Regenjacke an, aber ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor so nass geworden zu sein. Selbst in der wasserdichten Kameratasche war Wasser gekommen. Also beschlossen wir, zurück zum Auto und nach "Hause" fahren. Zuvor haben wir uns alle abgetrocknet und teilweise die Kleidung gewechselt, damit wir was trockenes anziehen konnten. Da auch meine Unterhose völlig durchnässt war, bekam ich von den Damen andere Unterwäsche geliehen, was dann wieder die allgemeine Heiterkeit belebte

                         Zum Abschluss zwei ältere Bilder, wie die Aussicht auf die Wasserfälle bei Sonnenschein aussieht.

                                                                                       

Dann starteten wir  auf die 600 km Reise zurück nach Carazinho, der Regen hörte auf, dadurch ergab sich während einer Pause die Gelegenheit für ein Foto von einem schönen Sonnenuntergang, denn es war Nacht bevor wir dort ankamen.

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