Kreta, eine Insel mit Geschichte

Es ist schon einige Jahre her, das wir Kreta besucht haben, aber was ich auf dieser Seite zeige, dürfte auch heute noch genau so aussehen.
Wir haben in einem Hotel in der Ortschaft Bali Urlaub gemacht. Von dort waren wir zu Fuss, mit dem Bus und einen Leihwagen unterwegs um die Insel zu erkunden. Bali ist ein Badeort mit einem kleinen Hafen und liegt an der Ostseite einer kleinen Bucht an der Nordküste der Insel, etwa in der Mitte zwischen zwischen den Städten Iraklion und Rethimnon.
Unser erster Ausflug war zum Kloster Aigos
Iaonnou, das in der Nähe ist. In der Nähe bedeutet aber, die zwei Kilometer bis
zur Hauptstrasse muss man immer bergauf zu Fuss gehen, erst dann bestand die
Möglichkeit mit dem Bus zu fahren. Zum Kloster lohnte sich das nicht, die
Hauptstrasse überqueren, dann weiter den Berg hinauf, aber wenn man den Garten
vor dem Kloster erreicht hat, entschädigt das für alle Mühen. Von den Mönchen
bekamen wir Wasser zum Trinken gereicht, das fanden wir sehr liebenswürdig. Vom
Kloster hat man einen schönen Ausblick auf einen Teil der Küste.
Unser nächstes Ziel war die Hauptstadt der Insel, Iraklion. Bei der Busfahrt dorthin haben wir die vielen blühende Oleandersträucher neben der Strasse bewundert
Der erste Gang war zum Hafen, dort ist ein grosses Kastell aus der Zeit als Venedig hier das Sagen hatte und von der Mole hat man einen guten Blick auf die Stadt. Wir sind weiter zum Markt gegangen, weil das überall recht spannend ist. Die Marktstrasse heisst Odos 1668 und sie endet am Morosini Brunnen. Zwischendurch haben wir in der Eingangshalle eines Museums etwas Schatten gesucht.
Das wichtigste Ziel bei dem Ausflug war allerdings Knossos, die Reste der ausgegrabenen Stadt der Minoer. Ein grosses Geländer, wo einige Beispiele der ehemaligen Bauten wieder aufgebaut wurden. Da keine Schriftunterlagen erhalten geblieben sind, weiss man nicht viel von diesem Volk, aber nach den Ruinen zu urteilen, hatten sie einen hohen technischen und kulturellen Stand in vielen Bereichen.
Eines
Gebäude mit mehreren Stockwerken kann man besichtigen, es ist so geschickt
gebaut, das Tageslicht durch einen Lichtschacht bis auf die unteren Etagen
fällt. Dort sind auch die bekannte Bilder mit den Delfinen und den
Stierspringern.
Ein neues Ziel von uns war die Lassithi Hochebene, die etwa 850 Meter hoch liegt. Es ist ein Zentrum der Landwirtschaft und die malerischen Windmühlen zum Wasser pumpen, dürften kaum noch vorhanden sein. Die Fahrt mit dem Auto über den 900 Meter hohen Ambelos Pass ist schön, wenn man es mag am Lenkrad zu kurbeln, aber man sollten Zeit haben, dort sind schöne Aussichtspunkte an denen man unterwegs halten kann. Für uns war es der östlichste Punkt unserer Inselerkundung.
Wir fühlten uns sicher auf den Strassen im Inland, das wir oft dort fuhren, weil es viel zu sehen gab. Bei der Fahrt in die weissen Berge war das Wetter nicht so gut, aber als wir im Ort Miriokefala, am Ende der Strasse ankamen, wurde es wieder besser.
Einige Bilder aus Rethimnon, an der Bushaltestelle die Kirche Tesseron-Martiron mit einer prachtvollen Innenausstattung. Der Pope war zu Besuch beim Nachbarn. Das besondere an dieser Stadt, sind die Reste der türkischen Zeit. Obwohl es eine grosse Festungsanlage gibt, wurde die Stadt 1646 von den Türken eingenommen und noch heute stehen Minarette dort. Aus einer Mosche wurde eine Musikschule. Der ältere Herr wollte unbedingt fotografiert werden, weil er die ursprüngliche Kleidung der Landbewohner trug, so sagte er.
Wir sind durch das Gebirge in den Süden der Insel gefahren, haben unterwegs vieles entdeckt, zum Beispiel geparkte Esel, aber auch Grabdenkmäler nach einem Unfall an der Strasse. Im Süden haben wir einen schönen Kieselstrand gefunden, dort war aber schon der Rohbau eines Hotel zu sehen


Wenn
man den Süden der Insel besucht, ist ein Besuch des Klosters Moni Preveli
zu empfehlen. Von dort gibt es auch eine Strasse entlang der Südküste mit
schönen Ausblicken. Wir hatten einen Eindruck von der Vielfalt an
Urlaubsmöglichkeiten bekommen, die auf der Insel möglich sind. Die auf der seite
gezeigten Bilder sind nur eine kleine Auswahl, aber die letzen Urlaubstage haben
wir am Meer verbracht, beim Schnorcheln und Sonnenbaden und dabei Abends den
Sonnenuntergang am Meer bewundert.
