Die Stadt Natal und die Umgebung.

Unsere Freunde haben in dieser Stadt an einem Kongress teilgenommen und wir haben die Gelegenheit genutzt, gemeinsam mit Ihnen dorthin zu fliegen. Morgens Abflug in Porto Alegre im Süden und dann einen Inlandsflug von mehr als sechs Stunden, dann merkt man mal wieder, wie gross Brasilien ist.

 

 

Natal heißt übersetzt "Weihnachten", weil die Portugiesen  Ende des 16. Jahrhunderts am  Weihnachtstag an diesem Küstenbereich gelandet sind. Darum sind die heiligen drei Könige die Beschützer der Stadt. Bereits an der Strasse vom Flughafen zur Stadt ist über der Strasse ein großer Bogen mit dem Weihnachsstern und den drei Königen, aber auch in der Stadt findet man dieses Motiv häufig.

        

Unser Hotel war in Strandnähe, also ankommen, auspacken, zum Strand gehen, das war doch klar. Zuerst eine frische Kokosmilch trinken, sich am Strand umsehen, dann aber rein ins Wasser. Nicht gut zum Schwimmen, aber es macht Spaß mit den Wellen zu "kämpfen".

Eine Stadtrundfahrt war ebenfalls Bestandteil des Reisepaketes, die haben wir am folgenden Tage gemacht, das dabei noch eine erste Fahrt mit einem "Buggy" in den Dünen enthalten war, machte die Sache noch besser. Ich "durfte" während der Stadtrundfahrt neben dem Fahrer sitzen, denn im Bus waren abgedunkelte Scheiben, von dort hätte ich nicht fotografieren können. Wir fuhren zuerst am Strand entlang, wo eine Madonna über die Leute wacht, dann an einem Markt entlang in den alten Teil der Stadt, wo es viel zu sehen gab.

                           

 

Anschließend fuhren wir nach Norden aus der Stadt heraus zu einem Treffpunkt, wo bereits die "Buggys" auf uns warteten für eine kurze Rundfahrt durch ein großes Dünengebiet. Das ist schon was besonderes, mit solch einem Gefährt auf der Basis von einem VW Käfer durch die Natur zu fahren, das ist Autofahren pur.        

                      

Der Tag war noch nicht zu Ende, wir fuhren jetzt nach Süden zu einem besonders schönen Strand mit dem Namen "Ellenbogenstrand"  und auch wenn ich dort nicht im Wasser gewesen bin, es gab vieles schönes zu sehen.

                        

Der letzte Halt an diesem Tage war ein Besuch des großen  Cashueira Baumes, welcher auf einer Fläche von mehr als einem Hektar wächst. Immer wieder haben sich Äste abgesenkt und neue Wurzeln geschlagen. (An diesen Bäumen wachsen die Früchte von denen wir den Samen als "Kashewkerne" kennen). In diesem Baum lebt eine Gruppe Kapuziner Äffchen, sie lebt in und von dem Baum. Sie sind nicht scheu, aber auch nicht zahm. Man muss sich ihnen mit Geduld nähern und keine heftigen Bewegungen machen. 

In einem schönen Restaurant an der Küste haben wir gegessen, wie immer reichlich und gut. Wir hatten gelernt, für fünf Personen bestellt man drei Gerichte und fünf Teller mit Bestecke, dann bleibt nicht so viel  übrig.  Dann ein kurzer  Spaziergang am Strand. Mit dem Bus fuhren wir dann an der schönen Küste entlang zurück zur Stadt, wo wir deutlich sehen konnten, das bei Flut die Strasse vom Seewind eingenebelt wird.

 

 

Ein neuer Tag mit einer Fahrt nach Norden

Gemeinsam mit anderen Teilnehmern der Gruppe haben wir zwei Buggy's gemietet für einen eigenen Tagesausflug zu den Dünen und anderen Ausflugszielen nördlich der Stadt.

                                

Wir wurden am Hotel abgeholt und fuhren zur Fähre wo wir etwas warten mussten, denn wir mussten den Fluss überqueren,  aber bereits am anderen Ufer konnten wir das Dünengebiet sehen, wo wir dann hindurch gefahren sind. Von der Höhe der Dünen ein Ausblick auf weitere Strände, der bekannteste davon heißt Genipabu. Mitten im Nirgendwo dann eine große Verkaufstelle wo man unter anderem Hüte und Pageos kaufen konnte, denn viele fahren ohne entsprechende Bekleidung los. Erst unterwegs merken sie die starke Sonne und den fliegenden Sand, denn es ist in den Dünen immer windig. 

                                             

An einem kleineren Fluss wurden die Buggys auf Flösse gefahren und mit Stangen über den Fluss gestakt . Dann ging es am Strand entlang weiter nach Norden und später in die richtigen großen Dünen hindurch. Mitten in den Dünen gab es Verkaufsstände, an denen es Fruchtsäfte zu kaufen gab, so etwas hatten wir nicht vermutet.

     

Plötzlich sahen wir eine Wasserfläche, es war ein Süßwassersee mitten in der Dünenlandschaft mit Restaurant und Snackbar. Wir machten dort eine längere Pause die von mir dazu genutzt wurde in dem See nach Pflanzen und Fischen zu suchen und zu fotografieren. Wie man sehen kann, ich hatte auch Erfolg. Es gab eine Reihe verschiedene Fischarten und auch viele Schnecken aus der Gattung Ampullaria, denn an den Gräsern im Uferbereich waren viele Gelege

                           

Irgendwann am nördlichsten Punkt der Fahrt war auch ein Restaurant, wo es Mittagessen und dazu eine schöne Aussicht gab.  Nach einer Ruhepause fuhren wir die ganze Strecke zurück, die Sonne neigte sich langsam zum Horizont, eine Gelegenheit für schöne Bilder. In der Abenddämmerung überquerten wir wieder den Fluss. Ein schöner Tag lag hinter uns, aber wir wollten jetzt mehr. Eine Verabredung mit unseren Fahrern für den kommenden Tag wurde getroffen. 

Ein neuer Tag mit einer Fahrt nach Süden

                                      

Jetzt sollte es eine Tagesfahrt in südlicher Richtung sein. Dort sind keine Dünen, aber bei Ebbe immer ein breiter Strand, auf dem die Buggys fahren können.  Wir waren jetzt alleine, nur unsere Freunde und wir, darum konnten wir bestimmen, wo gehalten wurde.

                      

Das war ein Vorteil für mich, es war Ebbe, hinter den Felsen zum offenen Meer waren viele kleine und größere Ebbtümpel, in denen interessantes schwamm, auf dem Strand lagen viele angeschwemmte Quallen, die "portugiesischen Galeeren", diese haben einen Luftsack oberhalb der Wasseroberfläche, dadurch werden sie vom Wind weiter getrieben im Meer. Die Fangarme nesseln stark, man soll sie nicht anfassen. Beim Fischer haben wir nachgesehen was er gefangen hatte, schöne Speisefische. Er hatte ein Restaurant in Strandnähe, wir verabredeten dort später zu essen.

        

Auf der weiteren Fahrt nach Süden haben wir mit einer Fähre einen Fluss überquert (ohne Anlegesteg, man fährt vom Ufer auf die Fähre und genauso wieder herunter), in Pipa (dem südlichsten Punkt unserer Fahrt) den Strand besucht, auf dem Rückweg in einer Bucht gemeinsam mit Delfinen geschwommen und, wie abgemacht, am Strand im Restaurant ein Essen mit frischen Fischen und anderen Meeresdelikatessen gehabt. Zurück fuhren wir einen anderen Weg, denn dort, wo wir morgens gefahren waren, war jetzt bei Flut war das Ufer an vielen Stellen zu schmal, um darauf zu fahren.

                            

Nun hatten wir vieles in der Umgebung gesehen, es fehlte noch die Stadt, also mit dem Buggy in die Stadt, eine eigene Stadtrundfahrt der besonderen Art.  Die Damen wollten besondere Andenken kaufen und ich einige Fotos machen. Wer die Möglichkeit hatte, suchte den Schatten, oder schlief während der Mittagszeit, nur wir Touristen waren immer aktiv.

                                                

Etwas abseits von den Stränden war ein Mangrovengebiet, das musste ich doch untersuchen. Auf dem Weg dorthin durch das Gelände waren auch schöne Säulenkakteen zu sehen. Ich war während der Ebbezeit dort und konnte die Winkerkrabben und andere Krebse bei ihren Tätigkeiten beobachten.  Da vergeht schnell die Zeit, ich habe erst gemerkt wie spät es war, als die Flut kam und ich mir einen Weg zurück suchen musste, denn wohin das Wasser zuerst  einen Weg findet, das merkt man dann schnell.

Alles in allem war es eine wunderschöne Zeit in Natal, bei der wir viel erlebt haben. Auf dem Rückflug sind wir in Salvador da Bahia ausgestiegen für einen Besuch in dieser Stadt, aber das ist eine neue Seite.