Die Stadt Prag

Ich vermute, dieses Panorama kennen die meisten Touristen, wenn sie an Prag denken. Der Blick vom Moldauufer auf die Burg und die Karlsbrücke waren auch für meine Frau und mich ein bleibender Eindruck von dieser Stadt. Einige weitere, bekannte und nicht so bekannte, schöne Dinge möchte ich mit meinen Bildern zeigen.
Beginnen wir oben auf der Burgstadt, dem Hradschin, denn die Burg selbst ist nur ein Teil des Ganzen. Wenn man die Strasse entlang geht, kommt man zuerst zum Loretoplatz. An der linken Seite steht das Czerninpalais mit dem Säulenvorbau, soweit mir bekannt ist, heute das Außenministerium. An der rechten Seite die Kirche St. Loreto, eine Wallfahrtskirche. Wieder zurück auf die Hauptstrasse, kommt man an verschiedene Palais vorbei, darunter auch das Erzbischöfliche Palais, schaut sich den großen Kandelaber an und ...
dann steht man vor dem Eingang zur Burg mit dem schönen Tor und den Wachtposten.
Der St - Veitz-Dom ist zweifelsohne das beherrschende Gebäude in der Burg. Der Innenraum ist 124 Meter lang und 34 Meter hoch, aber auch von Außen sind die vielen einzelnen steinernen Verzierungen sehenswert, ebenso wie das Rosettenfenster. Mir haben die Speigatter, die steinernen Enden der Regenanläufe besonders gut gefallen. Übrigens, ebenso wie beim Kölner Dom, wurde auch der Bau dieser Kirche 1344 begonnen, aber erst 1929 endgültig abgeschlossen.
Abschliessend noch ein Blick in das goldene Gässchen, dort wohnten früher die Burgwachen und Handwerker, heute wird dort überwiegend Kunsthandwerk angeboten. Von dieser Seite der Burg hat man eine ausgezeichnete Sicht auf die Innenstadt und wir sind dann durch die alten Strassen den Berg hinuntergegangen in die Stadt.
Über die Karlsbrücke, wo viele Maler und Bildverkäufer auf Kunden warten, geht man durch den Altstädter Brückenturm, überquert die Strasse mit Autos und Strassenbahn und ist in der Altstadt, wo viele schöne alte Häuser stehen, zum Beispiel das Haus zum goldenen Brunnen.
Schnell ist man am Altstädter Ring, wo das Altstädter Rathaus steht mit der astronomischen Uhr. Da alle Besucher neugierig auf die Uhr schauen wo jede Stunde bewegliche Figuren erscheinen, ist es der beste Platz für Taschendiebe. Die Teynkirche steht etwas zurückgesetzt, aber man hat vom Ring aus den besten Blick auf die Kirche und der vergoldeten Madonna. In ihr ist das Grab des Astronomen Tycho Brahe der zusammen mit Johannes Keppler die Grundlage für die Berechnung der Planetenbahnen erstellte.
Wir sind am Wenzelplatz, einem lang gestreckten Platz mitten in der Stadt. Am oberen Ende ist das Denkmal des heiligen Wenzel, der dem Platz seinen Namen gegeben hat. Am unteren Ende findet man einen richtigen Bauernmarkt, wo es aber auch schon Plastiksachen und Souvenirs zu kaufen gibt.
Man kann an vielen Stellen immer wieder was neues und sehenswertes finden. Hier einige Beispiele von Hausgiebeln und Eingangsportalen und davon gibt es eine Menge.
Aber auch die Abendstimmung an der Moldau kann sehr romantisch sein, besonders wenn man dabei auf einer Bank sitzt und die Füsse ausruhen kann.
Mit Nachtaufnahmen von der Burg, an der gleichen Stelle fotografiert wie das erste Bild auf dieser Seite, mit einem Bild der Teynkirche und der nächtlichen Karlsbrücke möchte ich die Seite beenden. Es gibt noch viel mehr zu sehen, aber das sollten Sie dann selbst erkunden, am besten gemeinsam mit tschechischen Freunden, so wie wir.

