Rio de Janeiro

Meine Frau und ich waren mehrfach in Rio de Janeiro, mal bei gutem, mal bei weniger gutem Wetter, aber da es dort immer warm ist, macht das nicht so viel aus. Auf dem "Pao de asucar" dem Zuckerhut, waren wir aber nur einmal, denn es gibt auch andere Möglichkeiten Rio von oben zu sehen.

 

 

      Einmal muss man aber dort oben gewesen sein. Was stellt man als erstes fest nachdem man in die Seilbahn eingestiegen ist?

Die Seilbahn fährt nicht direkt auf den Zuckerhut, sondern auf einem Berg der daneben liegt, dem "Urca". Dort steigt man um in eine zweite Seilbahn und fährt auf den Zuckerhut. Der Ausblick auf Rio und einige der Strände ist überwältigend, auch wenn schon mal Wolkenfetzen den Blick trüben. 

Früher konnte man von dort oben zusehen, wenn Flugzeuge von dem Flugplatz "Santos Dumont " aufgestiegen sind, sie flogen dann unterhalb des eigenen Standortes auf dem Zuckerhut aus der Bucht heraus in Richtung Sao Paolo. Das war für mich ein faszinierender Anblick.

 

Ein Geheimtipp für Liebhaber von Bäumen, Gewächsen und Pflanzen ist der Botanische Garten. Von Palmen bis zu Orchideen ist dort vieles zu sehen. Man sollte genügend Zeit haben, denn er ist recht groß, aber ein Besuch lohnt sich.

 

 

                                                                                  

Wenn man in der Stadt herumfährt, gibt es viele Beispiele für eine besondere brasilianische Architektur, zwei davon sind zu sehen. Das Haus mit den "Balkonen" ist viel größer als man vermutet und die Kathedrale in der Form einer Bischofsmütze zeigt ihre wahre Schönheit erst, wenn man innen steht, die farbigen Fenster vom Boden bis zur Decke und die vielen Lüftungsöffnungen ergeben ein schönes Bild. Auch die Akustik in diesem Raum ist sehr gut. Oscar Niemeyer und seine Mitarbeiter haben diesen besonderen Stil beim Bau der Stadt Brasilia bis zur Perfektion entwickelt.

Beim Herumfahren sahen wir an dem großen See in der Stadt einige Männer die Fische fingen. Als Aquarianer muss man das untersuchen. Wir haben angehalten und gefragt ob wir uns den Fang ansehen dürfen, das war kein Problem. Es waren schöne Exemplare von Geophagus brasiliensis und zumindest einer lebte noch. Wir haben ihn in unserem mitgebrachten Aquarium gesetzt und einige Bilder gemacht, aber dann mussten wir ihn wieder abgeben, den er war für einen Kochtopf bestimmt und nicht für ein Aquarium.

 

Wenn man keine Lust mehr hat herumzulaufen und die Sehenswürdigkeiten in der Stadt anzusehen, dann geht  man bei gutem Wetter zu einem der Strände, oder noch besser, man fährt mit der Fähre zur "Ilha de Paqueta". Dort gibt es keine Autos, viele Strände und nur am Wochenende viele Menschen. An der "Copacabana" ist das Wasser nicht so besonders gut, denn draußen im Meer vor dem Strand mündet eins der Abwasserrohre dieser Stadt. Das ist mehr ein Strand, wo viele ihre Figur zeigen wollen, wie die beiden jungen Damen.

                                                                           

                                        Bei der Rückfahrt von der Insel Paqueta kann man das Panorama der Stadt vom Meer aus sehen.

Eine andere Möglichkeit die Stadt aus der Ferne zu sehen ist, wenn man mit dem Auto hochfährt in den Nationalpark "Tijuca" von dort hat man einen schönen Blick auf die Stadt und kann gleichzeitig die Umgebung genießen mit den vielen tropischen Pflanzen, wie zum Beispiel Bromelien und Orchideen. Es ist dort auch etwas kühler als zwischen den hohen Häusern in der Stadt, ein angenehmer Effekt.

Aber trotz aller Eindrücke, Rio de Janeiro ist für uns nicht typisch für Brasilien, es ist eben eine Grosstadt mit vielen schönen, aber auch den entsprechenden Schattenseiten. Genau so wenig wie Berlin für Deutschland repräsentativ ist, oder London für Großbritannien, ist Rio de Janeiro es für Brasilien.