Das Northern Territory

Bei der ersten Australienreise sind meine Begleiter und ich von Sydney nach Ayers Rock geflogen. Dort haben wir einen Leihwagen übernommen und sind nach Darwin gefahren. Eine Strecke von etwas mehr als 2000 km.

Zuerst sind wir zum Ayers Rock gefahren. Ein großes Erlebnis, wenn man zum ersten Male  um ihn herum fährt, denn es gibt es eine besondere Strasse um den großen Stein herum. Wenn man dann davor steht, ist er gewaltig. So groß hat man sich den Monolithen nicht vorgestellt. Auf dem Weg dorthin haben wir mehrfach in der trockenen Wüste Halt gemacht um Einzelheiten der Vegetation näher zu betrachten. Etwas besonderes ist die Veränderung der Farben des Monolithen beim Sonnenuntergang. Hinzu kommt eine Überraschung. Es gibt eine besondere Stelle genannt "the sunset point" von wo aus man das Farbenspiel am besten betrachten kann. Den ganzen Tag ist man herumgefahren und hat nur wenige andere Menschen gesehen, Abends an dieser Stelle ist es kaum möglich einen Parkplatz zu finden, so viele Autos stehen da. Wo die alle hergekommen sind, haben wir nie herausgefunden.

   

Etwa 40 km entfernt ist ein ähnlicher Monolith, allerdings viel älter und darum durch Erosion bereits stark verwittert. Es sind die Olga's, in der Sprache der Aborigines haben sie den Namen "Katatjuja". Mir hat dieser Teil des Nationalparks noch besser gefallen. Eine einmalige Landschaft, wenn man nichts gegen Hitze einzuwenden hat.

 

Unterwegs nach Norden waren neben der Strasse die "Devils Marples" ,die Murmeln des Teufels. Wer das linke Bild in der Originalgröße sieht, kann neben den Steinen einen Menschen erkennen, dann erst erkennt man wie groß die Felsen sind.

 

 

 

Öfter sahen wir dann die ersten "Road Trains". Die riesigen Lastwagen mit Längen bis zu 50 Meter haben fast immer zwei Anhänger. Das Überholen ist nicht ganz einfach, man braucht eine lange Strecke und der zweite Anhänger pendelt beim Fahren hin und her                    

 

 

Bei den Buschfeuern neben dem Highway waren wir die einzigen die angehalten haben, um uns das genauer anzusehen, für alle anderen war das normal, für uns eine neue Erfahrung. Ebenso, das man immer dafür sorgen muss genügend Treibstoff im Tank zu haben, denn die Tankstellen liegen weit auseinander und manchmal sind sie sehr rustikal, so zum Beispiel in Daly Waters. Wenn man dort ist, sollte man auch den Pub besuchen. Er ist sehenswert und vielleicht ist noch meine Visitenkarte an der Wand genagelt, jedenfalls wird überflüssigste Verkehrsampel Australiens noch im Betrieb sein.                          

                                                                                            

                                  Roper River                                                 Mataranka                                                  Edith Falls  

                                                                     

                                                                                                       Katherine Gorge

Auf  der weiteren Fahrt nach Norden haben wir den Roper River überquert, in den heißen Quellen von Mataranka gebadet und Regenbogenfische gefangen. Am Edith River mit den Edith Falls waren wir auch. Dann weiter nach Norden zu der Katherine Gorge. "Gorge" bedeutet Schlucht oder Einschnitt. Eine grandiose Szenerie, wenn man mit dem Boot über den Katherine River fährt. Bis 70 m hohe steil abfallende Felswände säumen an einigen Stellen den Fluss, dann wieder sandige Ufer, die zum Schwimmen einladen. Außerhalb des Nationalparks haben wir dann wieder nach Fischen gesucht und auch welche gefunden.

                                                                                       

Nach etwa einer Woche Fahrt waren wir dann an unserem Ziel, bei David Wilson in Howard Springs, etwa 30 km von Darwin entfernt. Es tat gut, wieder auf Stühlen zu sitzen und ein Schwätzchen zu machen, besonders weil David und seine Frau Robyn uns so herzlich empfangen haben. Wir waren richtig zuhause. Übrigens, einen Schlüssel für das Haus haben wir nie gefunden, den gab es nicht, es war immer alles offen.

                              

        Howard swamp         David in Aktion                      2 x Burton Creek                           Finnis River               Lenayer swamp          

Wir sind gemeinsam mit David herumgefahren. Es kennt jedes Wasserloch im Umkreis von hunderten Kilometer. Wie man sieht, gibt es viele Gewässerformen, vom Sumpf über den Entwässerungsgräben bis zur grossen Wasserfläche den so genannten "Billabongs" und überall schwimmen Fische die bei uns im Aquarium gepflegt werden. Aber auch vieles anderes ist zu sehen...........

              

................wie zum Beispiel Lotusblüten. Aber auch kleine Pflanzen wie Nymphoides crenata gibt es häufiger. Allerdings muss man immer auf alles mögliche Neue aufpassen, Es gibt zum Beispiel Nester mit Baumameisen da sollte man nicht dran fassen. Auch wenn man ins Wasser geht, denn an vielen Wasserstellen lauern die Krokodile. Immer wieder wird davor gewarnt, denn sie können recht aggressiv sein, aber wie man sieht, David kennt sich aus, er fängt sogar Warane im Sumpf, denn an Land sind sehr schnell in ihrem Bau verschwunden wenn man zu nahe herankommt.

                                                      

            Farnbäume                                       Beispiele der Felsmalereien                ruhige Wasserflächen                 Wasserfälle

Wir haben verschiedenen Nationalparks besucht, im Kakadu NP haben wir die  Felsmalereien bestaunt, von denen einige viele tausend Jahre alt sind, aber auch die Wasserflächen, die Natur, die großen und kleinen Tiere sowie die Termitenbauten waren für uns große Erlebnisse.

                                     

David arbeitete damals im Territory Wildlife Park, einem grossen Tierpark mit Tieren aus dem Northern Territory. Das wir den Park besucht haben, ist doch klar. Mir wurde von den Pflegern des Terrariums eine Schlange um den Hals gelegt, die "germans" sollten Angst bekommen. Leider wurde daraus nichts, denn ich habe damit keine Probleme. Dafür hatte ich aber anschließend ein gutes Verhältnis zu den Pflegern, denn wer sich freiwillig eine grüne Baumpython um den Hals legt, mit dem kann man vernünftig über Tiere reden.

                                                                                                    

Auf dem Mary River habe ich dann noch in einem über 20 km langen "Billabong"  gelernt, wie man mit einem Hausboot umgeht. Wir haben es beide überlebt, auch das Boot hat nach unserer Fahrt keine wesentlichen neuen Schäden gehabt. Es ist schon eine spannende  Angelegenheit  wenn man so alleine auf einem Fluss fährt, wo rechts und links an den Ufern die Tiere in freier Wildbahn leben                                  

 

Viel zu schnell waren die schönen Tage vorbei. Wenn wir Abends mit einer (oder mehreren) Dosen Bier draußen am Tisch zusammen gesessen und geredet haben, hatten wir von Zeit zu Zeit auch andere Gäste auf dem Tisch. Wir müssen uns beim ersten Besuch gut benommen haben, denn drei Jahre später durften wir die beiden nochmals besuchen und es war wieder eine schöne Zeit. Wir aber wollten weiter reisen, also wieder raus auf den Highway, Kilometer machen und Staub fressen. Das sind aber andere Geschichten.